Friday, November 7. 2008Neue EU-Gesetze zur besseren Kostenüberischt
Seit 1. November haben die Airlines die Pflicht, bei der Buchung die kompletten Ticketpreise inklusive aller zusätzlichen Kosten anzugeben. Diese EU-Verordnung gilt sowohl für das Internet wie für Werbeanzeigen. Irritierende Lockangebote sind von nun an untersagt. Steuern und Flughafengebühren müssen bereits im Preis inbegriffen sein, sodass nachher nicht das böse Erwachen kommen kann. Weitere Gebühren sind ebenfalls nur mit dem Einverständnis der Kunden möglich. Dies betrifft zum Beispiel Reiseversicherungen, die nicht einfach in Rechnung gestellt werden dürfen. Somit sind die gesamten Kosten der Flugreise von Anfang an transparenter und der Reinfall auf angebliche Super-Schnäppchen wird verhindert. Die Preise werden übersichtlicher und vergleichbarer.
Wie das Reiseinfo-Portal fliegen-sparen.de zeigt, halten sich leider nicht alle Airlines an diese Richtlinien. Wie sich herausstellte, ist bisher bei nur der Hälfte aller getesteten Fluggesellschaften der wahre Endpreis sofort erkennbar. So ist beispielsweise bei dem irischen Billigflieger Ryanair und bei SkyEurope bei der Buchung bereits automatisch die kostenpflichtige Zusatzoption der Reiseversicherung ausgewählt. Außerdem ist bei Ryanair die untersagte 'Rollstuhlgebühr' im Flugpreis enthalten, die sich auch nicht entfernen lässt. Air Berlin hingegen befolgt die neuen Regelungen konsequent. Der Reiseschutz ist hier noch nicht markiert und lediglich die Service Charge von 10 Euro wird erst nach der allgemeinen Preisübersicht aufgeschlagen. Besonders hervorzuheben sind Germanwings oder Norwegian. Alle Gebühren werden mit einem Klick detailliert aufgelistet und kostenpflichtige Optionen sind nicht von vornherein markiert.
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