Monday, November 23. 2009Mehr Freiheit für den internationalen Luftverkehr
Die Europäische Kommission hat zusammen mit sieben Nicht-EU-Staaten eine Erklärung verabschiedet, die die Liberalisierung des Luftverkehrs anstrebt. Diese Grundsatzerklärung wurde auf dem Agenda-for-Freedom-Gipfel unterzeichnet, welcher am 16. November in Montebello (Kanada) stattfand. Neben den Mitgliedsstaaten der EU haben sich die Schweiz, die Vereinigten Arabischen Emirate, Singapur, Malaysia, Panama, Chile und die Vereinigten Staaten von Amerika diesem gemeinsamen Ziel angeschlossen. Somit arbeiten künftig die Staaten zusammen, die etwa 60 Prozent des weltweiten Flugverkehrs bestreiten.
Die Grundsatzerklärung steht am Beginn einer Reihe von Maßnahmen. So sollen die unterschiedlichen Verkehrsrechte der Staaten harmonisiert werden, so dass sowohl die Fluggesellschaften als auch ihre Kunden von den verbesserten Wettbewerbsbedingungen profitieren. Beispielsweise können derzeit Airlines verschiedener Staaten nicht miteinander fusionieren, da die Eigentumsrechte in den betreffenden Ländern unterschiedlich geregelt sind. Außerdem sind sie bisher auf bilaterale Abkommen zwischen den Regierungen angewiesen, wollen sie neue internationale Flugverbindungen einrichten.
Vor allem aber sind die Fluggesellschaften als wirtschaftende Unternehmen an der Neuorganisation des Luftverkehrs interessiert. Denn seit 2001 verzeichnet die Branche einen Verlust von 53 Milliarden US-Dollar, der sich unter anderem auf die teils 65 Jahre alten Staatsverträge und ihren Beschränkungen zurückführen lässt. Da unter anderem auch die Gebühren und Steuern an den Markt angepasst werden sollen, dürfen sich die Kunden auf niedrigere Preise für ihre Flugtickets freuen. |
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