Friday, January 23. 2009Rückgang bei Geschäftsreisen entlockt faire Angebote?
Die allgemeine Krisenstimmung in der Wirtschaft wirkt sich nun auch zunehmend im Geschäfts-Reiseverhalten deutscher Unternehmen aus. Mittlerweile liegt laut einer Umfrage des Verbands Deutsches Reisemanagement (VDR) der Anteil der nicht unbedingt notwendigen Reisen bei 32%. Noch im Oktober letzten Jahres waren es noch weniger als die Hälfte, die die Anzahl ihrer Geschäftsreisen kürzen wollten. Dabei ist die Aufrechterhaltung der Kundenkontakte natürlich zweifelsohne von großer Bedeutung. Wie Michael Kirnberger, der Präsident des VDR mitteilt, müssen Leistungsanbieter und der Staat gute Angebote machen, die für eine Umkehr des Trends sorgen. Bessere Rahmenbedingungen seien zu schaffen und würden das Reiseverhalten sicher positiv beeinflussen. Geschäftsreisen tragen schließlich auch zur Wertschöpfung bei und beeinflusse den Wirtschaftskreislauf erheblich. Wenn sich die entsprechenden Akteure dies zu Herzen nehmen, sinken eventuell die Reisepreise, was dann vielleicht auch Pauschalreisenden zugute kommt.
Experten rechnen aber offenbar trotz Finanzkrise nicht wirklich mit einem verminderten Reiseverhalten im 'normalen Urlaubstourismus'. Laut der 'Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen' bleibt das Niveau des Vorjahres bestehen. Wie sich die tatsächlichen Reisepreise entwickeln werden, muss abgewartet werden. Vergangenes Jahr gab es einige Prognosen, die von einer Verteuerung von Flugreisen ausgingen. Entgegen dieser Annahme haben aber airberlin und Lufthansa immerhin die niedrigeren Einkaufspreise für Kerosin an die ihre Kunden weitergegeben und ihre Kerosinzuschläge gesenkt, was den Preis für Reisen je nach Strecke um 5 bis 20 Euro reduziert.
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