Sunday, January 11. 2009Fliegen in die USA: günstiger Dollar und Online-Anmeldung
Wer schon immer einmal in die USA reisen wollte und nur auf den richtigen Zeitpunkt wartete, für den standen die Sterne in der letzten Zeit ziemlich gut. Dank des günstigen Dollarkurses lohnten sich vor allem Shopping-Reisen. Hinzukommt, dass der deutsche Zoll unlängst die Freimengen für Kleidung und Elektronikartikel, die in Übersee erworben wurden, deutlich angehoben hat. Beste Voraussetzungen also für einen Reiseboom.
Womöglich wirkt sich auch die Wahl von Barack Obama positiv auf das Reiseverhalten von Deutschen in die USA aus. Die Reisebranche jedenfalls verspricht sich mit dem Sieg des Demokraten zum US-Präsidenten eine deutliche Zunahme an US-Reisen von Deutschen. Wie die Fernreisendirektorin von Neckermann, Stefanie Berk, glauben bzw. hoffen viele deutsche Reiseveranstalter auf den „Obama-Effekt“. Doch ab kommenden Montag, dem 12.01.2009 gibt es auch eine Veränderung bei den Einreisebestimmungen. Vor dem Abflug müssen die meisten, die einreisen wollen, eine Online-Registrierung ESTA (Electronic System for Travel Authorization) vornehmen. USA-Reisende aus Deutschland müssen sich damit künftig vor Antritt der Reise online bei den amerikanischen Behörden unter https://esta.cbp.dhs.gov anmelden. Die Fragen sind die gleichen, die bisher auf einer grünen Einreisekarte im Flugzeug ausgefüllt werden musste. Innerhalb weniger Sekunden erhält man dann in der Regel die Einreisegenehmigung, die dann zwei Jahre gültig ist, sofern sich an den abgefragten Informationen nichts ändert. Das Verfahren läuft bereits freiwilliger Basis, ab Montag dann regulär verpflichtend.
Immer wieder werden die Vorteile des ESTA-Verfahrens betont: im Gegensatz zum grünen Formular kann während des Aufenthalts nichts verloren gehen. Außerdem dauere die Beantwortung der Fragen lediglich 5-10 Minuten und man erhofft sich damit auch weniger „Fehler“. Ferner ist die Gewissheit der Einreiseerlaubnis vor Reisebeginn doch auch ein Pluspunkt, der für das System spricht. Wie die Generalkonsulin Karen E. Johnson betonte, stelle ESTA keine Verletzung der Privatssphäre dar. Im Großen und Ganzen werden nämlich dieselben Daten abgefragt, wie auf dem bisherigen Formular I-94W. |
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